Von Hans, 03.11.2006, 23:49 Uhr

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Oder hat das Zwischenlager Gorleben direkte Verbindung zum Salzstock ? – “Klohäuschen” als Tarnung

Direkt vor dem Eingang zum Zwischenlager befindet sich seit einigen Tagen ein ungewöhnlicher Container. Streng bewacht. Kaum kommt ein Mensch in die Nähe dieser Anlage, stürzt auch schon ein Security-Mann der BLG aus seinem Gehäuse, und versucht, den Besucher zu verscheuchen. Und: “Fotografieren ist hier verboten!”

Was verbirgt sich hinter den Türen, die zur Tarnung mit Symbolen versehen sind, wie man sie üblicherweise auf Toiletteneingängen findet?

Auskunft darüber war nicht zu erhalten, “Verschwinden Sie”, die Antwort.

Fakt ist: Von diesem Container aus geht eine direkte Abwasserleitung in ein Loch, das sich direkt in der daneben liegenden Wiese befindet. Und eine weitere, dünnere Leitung führt direkt durch den Hochsicherheitszaun auf das Zwischenlagergelände.

Nun darf wieder wild spekuliert werden. Ist dieses “Klohäuschen” gar keins? Haben sich CASTOR-Gegner dort für neue “Sabotage”-Aktionen vorbereitet? Einen Betonblock abgestellt, Werkzeuge deponiert?

Oder soll schon mal getestet werden, ob nicht die “direkte Endlagerung”, “versuchsweise” vorgenommen werden kann, indem die Glaskokillen aus den CASTORen verflüssigt und über das Loch direkt, ohne großen bergmännischen Aufwand, in den Salzstock gespült werden können? Der Trick: man wäre das Problem der “sicheren Endlagerung” schon jetzt los, und könnte dann für die – leeren – CASTOR-Behölter noch Jahrelang Miete von den Stromverbrauchern kassieren. Und startet diesen Versuch außerhalb des Zwischenlager, damit bei möglichem Austritt von Radioaktivität die Grenzwerte auf dem Gelände nicht überschritten werden?

Allerdings gibt es auch andere, ernstzunehmende Hinweise darauf, daß es sich hier vielmehr um eine Dekontaminationsanlage handelt. Sind die Behälter wieder von nicht-festhaftenden radioaktiven Partikeln übersäht? Soll oder muß jeder CASTOR-Behälter noch vor Einfahrt ins Zwischenlager abgebraust werden, damit die Alarmsirenen nicht anschlagen? Ist das der wahre Grund dafür, daß der Transport diesmal noch einen Tag früher startet? Damit am Wochenende, wo die Behörden frei haben, niemand was davon merkt?

Der Spekulation sind Tür und Gittertor geöffnet. Warum berichtet die örtliche Presse nicht? Recherchiert sie noch, oder weiß sie mehr, und hat einen Maulkorb verpaßt bekommen?

Sachdienliche Hinweise sollten an die zuständigen Behörden gegeben werden! Für die Einhaltung von Grenzwerten des Straßentransports wäre die Gewerbeaufsicht in Lüneburg zuständig. Die haben aber nicht die passenden Meßgeräte. Und ist das der Hintergrund? Sollen die CASTOR-Behälter daher schon außerhalb des Geländes abgesprüht werden, damit die Radioaktiven Partikel als “natürliche Radioaktivität” durchgehen können, die bekanntermaßen wie “Wurmkot” bei Geesthacht und Hanau ja auch immer mal wieder im Rasen zu finden sein können?

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Von Randbild, 03.11.2006, 19:04 Uhr

Gewichtiges Argument - Stein X an der B191 in Zernien

In Zernien, dem “Eingangstor Lüchow-Dannenbergs”, haben heute (03.11.06) Atomkraftgegner der “Aktionsgruppe Middefeitz-Prepow” einen über zwei Tonnen schweren Stein aufgestellt. Auf der Vorderseite des wuchtigen Findlings neben der Bundestraße 191 prangt ein gemeißeltes Widerstands-X, an dem von nun an alle willkommenen Gäste des Landkreises & die anrückende Armada der Castor-Polizei vorüberrollen. Hier an der Westgrenze Lüchow-Dannenbergs zeigt sich auch, dass Gorleben zwar weit entfernt ist, aber die Menschen auch weitab der Castortransportstrecke die Atomenergie ablehnen.
Das Urgestein am Wegesrand macht deutlich: Am Widerstand im Wendland kann man sich die Zähne ausbeißen – wenn man will…

Und hier gibts eine kleine Foto-Widerstandgeschichte

Von Chris, 02.11.2006, 23:54 Uhr

Castoren sind am „Kopf“ und „Fuß“ mit Stoßdämpfern ausgerüstet. Das sind dicke, mit Stahlblech verkleidete Hartholzkappen. Sie sollen bei einem eventuellen Fall oder Zusammenstoß die gefährlichen Stoßspitzen dämpfen. Bei allen bekannten Fallversuchen wurden Stoßdämpfer verwendet, die den Behälterkörper einschließlich Tragzapfen im Kopf- und Fußbereich voll umschließen. .
Die am CASTOR HAW 20/28 verwendeten Stoßdämpfer sind allerdings seitlich abgeflacht und die Tragzapfen sind ungeschützt. Praktische Fallversuche hat es damit nicht gegeben. Für diese Stoßdämpfer-Bauart gibt es demnach keine Sicherheitsnachweise.
Zwar wird behauptet, die Dämpfung sei berechnet worden. Aber wie zuverlässig sind solche Berechnungen?
Die Autoindustrie beherrscht die Berechnung der Dämpfungswirkung des Vorderwagens perfekt. Dessen ungeachtet geht kein Fahrzeug in Serie ohne gründliche praktische Crash-Versuche. Wieso glaubt man, beim CASTOR darauf verzichten zu können?

Von Randbild, 01.11.2006, 22:32 Uhr

Wenn die Bälle rollen

Der kleine Ort Gorleben im Nordosten Niedersachsens ist seit Jahrzehnten das Symbol des Widerstands gegen die Nutzung der Atomenergie. Seit 1977 protestiert die Bevölkerung entschieden und phantasievoll gegen die Atomanlagen zur Lagerung und Behandlung von radioaktiven Abfällen aus Atomkraftwerken und Wiederaufbereitungsanlagen. Immer wieder, besonders bei den Castor-Transporten nach Gorleben, versuchen tausende Polizisten den Widerstand der Menschen zu verhindern. Selten mit Erfolg. Denn mit Sturheit und Phantasie hält die Bevölkerung dagegen. Seit Jahren begleitet der im Wendland lebende Presse-Fotograf Timo Vogt die Proteste. Nun hat er Fotografien aus den Jahren 2000-2006 bei: http://www.i-traxx.net zusammengestellt.

Zum ersten Teil der Gorlebenserie: Gorleben – eine Protestgeschichte
http://www.i-traxx.net/reportagen/gorleben/

Zum zweiten Teil der Gorlebenserie: Gorleben und kein Ende
http://www.i-traxx.net/reportagen/gorleben_kein_ende/

Von Hans, 31.10.2006, 20:21 Uhr

(aus der “taz-Bremen” vom 31. 10. 06)

Unbemerkt von Bundespolizei und Bahnmitarbeitern haben gestern früh gegen 5.30 Uhr Atomkraftgegner ein Transparent am Hauptportal des Bahnhofs entrollt. Mit der Aktion protestierten sie gegen den bevorstehenden Castor-Transport, bei dem ausgediente Brennelemente ins Zwischenlager Gorleben verbracht werden. Entfernt wurde das Transparent gegen 8.30 Uhr. “Warum wir das erst so spät bemerkt haben, wissen wir auch nicht”, hieß es von der Bundespolizei. Die “spontane Demonstration” sei “friedlich und unspektakulär” verlaufen.

Von Hans, 31.10.2006, 13:26 Uhr

(Presseerklärung der BI Umwelschutz Lüchow-Dannenberg)

 Kurz vor dem nächsten Castortransport richtet sich die Polizei erneut Sonderrechtszonen ein. Dies mussten Besucherinnen und Besucher erfahren, als sie am vergangenen Sonntag zum Großsteingrab bei Grünhagen unterwegs waren. An allen Bahnübergängen zwischen Leitstade und Hitzacker hatte die Polizei Sperren errichtet. Ein Übertritt wurde nur zu Fuß, jeweils nur einer einzelnen Person und nur nach Feststellung der Personalien gewährt. Diesen Auflagen sollten sich ausnahmslos und ohne besondere Begründung alle Personen beugen, die hin oder her wollten. Mit dem Auto waren die Passierstellen ohnehin nicht zu erreichen: Polizeifahrzeuge blockierten bereits im weiten Vorfeld Straßen und Wege. Jede Person und jedes Fahrzeug wurde über Stunden mit Videokameras gefilmt. 

Eine Sprecherin des “widerStandsNest Metzingen”, das für diesen Tag zu einem Besuch beim Hünengrab eingeladen hatte, protestiert gegen diese großflächige und pauschale Beschneidung des Grundrechts auf Freiheit der Bewegung. “Zwei Wochen vor dem Transport nehmen wir nicht einmal besondere Rechte als Demonstrierende nach Artikel 8 des Grundgesetzes in Anspruch.” sagte sie. “Wir fordern hier ein, das zu dürfen, was in elf Monaten des Jahres Selbstverständlichkeiten sind: den Wald zur Erholung zu nutzen, Holz zu machen, Wege zu benutzen.”

Unterstützung erhält sie dabei von der Bürgerinitiative Umweltschutz. “Das Niedersächsische Gefahrenabwehrgesetz wird von der Polizei regelmäßig als Generalermächtigung herangezogen. Das müssen wir leider immer wieder erleben.” sagt die Vorsitzende der BI. Dabei sei in zahlreichen Urteilen herausgestellt worden, auf welcher fragwürdigen rechtlichen Grundlage die Polizei arbeite. Selbst das NGefAG, das als ein besonders rigides Polizeigesetz anzusehen sei, fordere von der Polizei die Einhaltung klarer Regeln.” Es reicht eben nicht, dass die Polizei eine Gefahr behauptet, der sie begegnen muss, um dann alles zu dürfen, was ihr zweckmäßig erscheint.”

Ein deutliches Licht auf das Selbstverständnis vieler Beamter wirft die Aussage eines Einsatzpolizisten am Castorgleis: “Eure Grundrechte hören da auf, wo unsere Rechte anfangen.” Es gab keinen bei seinen Kollegen, der ihm da widersprochen hätte. “Welchen Wert haben eigentlich Gerichtsurteile, wenn sie für das Verhalten der Polizei keinerlei Maßstab bilden?” fragen sich da viele.

 Kompetenz der Kommune beschnitten

- Nicht nur über die Rechte Einzelner setzte sich die Polizei hinweg. Auch die Kommune wurde in ihren Kompetenzen beschnitten: Die Straße von Harlingen zum Forsthaus Posade, die normalerweise ohne Einschränkungen zu befahren ist, war ab Sonntag Mittag plötzlich durch Polizeibeamte mit einem amtlich wirkenden Schild “Durchfahrt verboten – schlechte Wegstrecke” gesperrt. Nachfragen bei der Samtgemeinde Hitzacker ergaben, dass sich der Zustand der Straße nicht plötzlich verschlechtert habe. “Das Schild hat irgendwer dort hin gestellt, wir waren das nicht. Das muss wieder weg!” hieß es dazu aus der Verwaltung.

Gerade aktuell hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg endgültig über die Nicht-Rechtmäßigkeit von polizeilichen Maßnahmen im November 2003 gegen den Musenpalast in Laase entschieden. In seinem Urteil formuliert das Gericht Grundsätze für die Polizeiarbeit mit allgemeiner Bedeutung. In der Begründung heißt es unter anderem:

Die Absperrung aller Zufahrtswege in Laase war rechtswidrig und damit ein Verstoß gegen das Grundgesetz nach Art. 2 Abs. 2 (Die Freiheit der Person ist unverletzlich). Personen, die sich in einem bestimmten Gebiet aufhalten, dürfen nicht von vorneherein unter einen Pauschalverdacht gestellt werden. Personen dürfen nicht grundsätzlich am Passieren von Kontrollstellen gehindert werden. Die Verhütung von Ordnungswidrigkeiten darf nicht Zielsetzung der Errichtung von Kontrollstellen sein. Faktische Schwierigkeiten bei der Ermittlung von Störern rechtfertigen nicht die Beeinträchtigung von Rechtsgütern Dritter. Demonstrationen, Veranstaltungen Menschenbewegungen außerhalb des Verbotskorridors sind grundsätzlich zulässig. Von mehreren voraussichtlich gleich geeigneten Mitteln ist dasjenige zu wählen, das den Einzelnen und die Allgemeinheit am wenigsten beeinträchtigt. Polizeiliche Verfügungen dürfen nicht lediglich der Vereinfachung polizeilicher Arbeit dienen .., vielmehr bedarf es konkreter Nachweise. Bloße Verdachtsmomente oder Vermutungen reichen nicht aus.

Siehe auch:

http://www.de.indymedia.org/2006/10/160448.shtml

http://www.castor-blog.de/2006/10/29/heimatloser-hinkelstein/

Von Hans, 30.10.2006, 14:08 Uhr

Einen Schritt voraus will die Polizei dem Widerstand im Wendland – aber auch außerhalb – gerne sein. Da hatte BI angekündigt, einen Bus für die Fahrt zur Demo gegen das AKW Brunsbüttel am kommenden Sonnabend zu organisieren. Und da wird dann gleich mal bei den hiesigen Bus-Unternehmen angefragt, ob die BI denn schon einen Bus geordert habe. Und ob das Unternehmen den denn auch stellen werde. Und zu welchem Anlaß.

Dabei ist es doch so einfach. Warum nicht einfach mal in die Zeitung schauen. Widerstand ist offen. Und öffentlich. Seit Jahrzehnten. Sollte die Polizeiführung doch eigentlich wissen. Oder?

Übrigens: der Bus fährt!
Aber zu geänderten Zeiten:
Sonnabend, 4. 11. 06,
9:30 ab Gildehaus-Parkplatz Lüchow
10:00 Minimal-Parkplatz Dannenberg
10:50 Famila-Parkplatz Lüneburg

Rückkehr ca. 18:00

Fahrtkosten 15,- Euro

Anmeldungen bis 31. 10. 06 beim BI-Büro, Tel.: 05841 / 4684

(Sind die Infos jetzt ausreichend? Werden die Teilnehmer wieder unauffällig aus dem Gebüsch heraus beobachtet, gezählt, personalisiert? Wär schön, die Polizei auch so offen wäre, wie die “Gewalttäter” des Anti-Atom-Widerstands…)

Von Hans, 29.10.2006, 23:54 Uhr

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Nicht alles will die Polizei erlauben. Besonders, was ihr Suspekt erscheint. Zum Beispiel, wenn Trecker einen öffentlichen Weg über Bahngleise nehmen wollen. Und diese Gleise auch noch die sind, auf denen demnächst der CASTOR im 12er-Pack rollen soll.

So am Sonntagnachmittag bei Hinkelhagen. Ein neuer Hinkelstein sollte dort am Hünengrab die Verbindung von Vergangenheit, Gegenwart und verstrahlter Zukunft deutlich machen. Ein ziemlich großes Teil, das nicht per Hand zu transportieren war. Na ja, dann eben nicht. Also bleiben Trecker und Hinkelsteiner einfach da, wo sie sind. Der Stein wird massiv traktiert, mit roher Gewalt und spitzen, harten Gegenständen auf ihn eingeschlagen. Nicht Symbolhaft. Für ein mystisches Symbol, das er noch Hunderttausende von Jahren in sich tragen muss. Zwei Geraden, die sich annähern. Und dann wieder voneinander entfernen. Etwa so: X. Und das in der Nähe von Geraden, die parallel laufen, aus Metall sind, sich erst in der Unendlichkeit treffen. Wenn sie denn wirklich parallel sind, nicht irgendwo verbogen, oder gar stückweise fehlen. So ein Hinkelstein jedenfalls darf nicht in Gleisnähe stehen. Und ist dieses Symbol nicht einem Geheimbund zuzuordnen? Sieht man es nicht allenthalben, in näherer oder weiterer Entfernung?

Geheime Bünde brachten dann auch noch weitere Merkwürdigkeiten zu Tage. Aus dem Dunkeln des Waldes tauchte sie auf, eine Army. Uniformiert, bemalt – vermummt???? Clowns! Die Geheimwaffe! Lachende Menschen, die sich den grün-uninformierten immer wieder näherten. Sie anlachten, Scherze machten, komische Bewegungen. Ätzend. Nervend.

Aber trotz dieser Clowns-Army kamen die Trecker nicht wirklich weiter. Egal wie groß, passieren durften sie den Übergang nicht. Weder die kleinen Plastik-Tret-Trecker, angetrieben von 1 KS (Kinder-Stärke). Noch die großen, mit vielen Pferde-Stärken. Nun, macht niX. Wird der Hinkelstein einen anderen Platz finden. Good Vibrations haben jedenfalls alle ausgestrahlt.

Und sogar die Polizei, zwar ziemlich genervt, war zufrieden. Und wird sich und den Demonstranten am nächsten Tag in der örtlichen Zeitung gerne auf die Schulter klopfen – diesmal nicht hauen: sich erfreut über den “friedlichen Verlauf der Aktion” zeigen. “So wünschen wir uns das eigentlich immer”.

Das können sie gerne haben. Zum Beispiel, wenn der CASTOR den Grünhagener Bahnübergang sperrt. Dann könnte wieder der Hinkelstein in der Nähe sein. Und die staatlich finanzierten Clowns sowieso. Und wer weiß, welche “Army” dann wieder aus dem dunklen Wald auftaucht. “Friedliche Aktionen” wünschen sich die X – Menschen ja immer. Aber werden regelmäßig ziemlich unfriedlich dran gehindert.

(Siehe auch Bericht bei Indymedia http://www.de.indymedia.org/2006/10/160448.shtml )

Ein weiterer Bericht, “Wildwest im Wendland: Clownarmy im Einsatz” sehr nett zu lesen, gleichfalls Indymedia: http://www.de.indymedia.org/2006/10/160608.shtml

Leider war es nicht nur “lustig”. Die Polizei hat wiederum jede Menge Rechtsbrüche begangen. Siehe dazu auch die gemeinsame Stellungnahme der BI Lüchow-Dannenberg und von Metzinger Beobachtern:  http://www.castor-blog.de/2006/10/31/castor-sonderrechtszonen-bereits-eingerichtet/

Von Chris, 28.10.2006, 04:49 Uhr

Wir sind überall von “natürlicher” ionisierender Strahlung umgeben. Sie ist örtlich unterschiedlich und auch vom Wetter abhängig. Von interessierter Seite wird gern behauptet, sie sei völlig ungefährlich und der Mensch würde gut damit fertig. Zusätzliche “menschengemachte” Strahlung, z.B. aus Atomkraftwerken im Normalbetrieb und auch bei Störfällen, läge in der Regel “innerhalb der Schwankungsbreite” des “natürlichen” Niveaus.

Falsch! Erstens ist jede ionisierende Strahlung schädlich, ganz gleich, woher es strahlt. Zweitens wirkt jede zusätzliche Strahlung additiv. Sie kann nicht in der Schwankungsbreite “untergehen”. Die Zahl der Krebsfälle ist nachweislich abhängig vom Niveau der “natürlichen Strahlung”. Und nach der Katastrophe von Tschernobyl stieg die Zahl der Krebserkrankungen auch in den Ländern an, die einen nur sehr geringen Anstieg der Strahlungsintensität zu verzeichnen hatten.

Von Hans, 27.10.2006, 15:11 Uhr

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Zur CASTOR-Vorbereitung rauschen sie wieder in größerer Anzahl durch den Landkreis Lüchow-Dannenberg, die grünweißen oder auch neuen, blauweißen Fahrzeuge mit den auswärtigen Kennzeichen, ob „BS“, oder „OL“, „CE“ oder „BGS“. Dabei sollte den Fahrern doch klar sein, dass es „Polizeieinheiten ab sofort verboten (ist), sich im Landkreis Lüchow-Dannenberg zu versammeln“. Seit dem 21. Oktober gilt die „Allgemeinverfügung gegen Atomwirtschaft und Polizeiwillkür“, die vom „Ausschuss für Innere und Äußere Sicherheit“ der Republik Freies Wendland erlassen worden ist. Mit dieser Verfügung wurde auch beschlossen, dass „Atommülltransporte ins Wendland ab sofort zu stoppen“ sind, und „Der als Endlager vorgesehene undichte Salzstock Gorleben sofort aufzugeben und zu verfüllen“ ist. Da die Polizeikräfte offenbar nicht in der Lage sind, die in der örtlichen „Elbe-Jeetzel-Zeitung“ auf vier ganzen Seiten veröffentlichte Allgemeinverfügung zu lesen und sich daran zu halten, wird nun zusätzlich auf Großplakaten auf die Beschlüsse der hingewiesen. Am heutigen Freitag wurden die ersten Plakate aufgestellt, „Wir hoffen, dass die Polizeikräfte des Lesens mächtig sind, und sich endlich mal mit den Inhalten befassen“ so einer der Initiatoren aus der Republik Freies Wendland. „Wir haben detailliert begründet, warum dieser Beschluss zu stande gekommen ist und konsequent durchgesetzt werden muß.“

Falls, was sich gemäß bisheriger Erfahrungen abzeichnet, die Polizeieinheiten nicht des Lesens kundig sein sollten, oder aber in ihren Bullis mitten im Wald keinen Durchblick mehr haben, ist diese Allgemeinverfügung auch auf CD oder als mp3 zu erhalten. Die CDs können über das Büro der BI Lüchow-Dannenberg (www.bi-luechow-dannenberg.de) bestellt werden, die Allgemeinverfügung als mp3 ist unter der Webadresse www.castor-blog.de/agv herunterzuladen.

Hintergrund und vollständiger Text der Allgemeinverfügung der Freien Republik Wendland findet Ihr unter: http://www.castor.de/aktionen/2006/allgvfg2.html

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Hier die einzelnen mp3-Dateien:

  • Einleitung (153 KB)
  • Begründung/Voraussetzungen (2.18 MB)
  • Gefahrenprognose (2.58 MB)
  • dto. Atomstrom (1.61 MB)
  • Lügengeschichte Gorleben (5.75 MB)
  • Aufstachelung zum Demonstrantenhass (1.48 MB)
  • Castor-Transporte 1-5 (5.96 MB)
  • Castor-Transporte 6-9 (5.15 MB)
  • Derzeitige Erkenntnisse (1.41 MB)
  • Gefahrenabwehr und Schluss (783 KB)