Oder hat das Zwischenlager Gorleben direkte Verbindung zum Salzstock ? – “Klohäuschen” als Tarnung
Direkt vor dem Eingang zum Zwischenlager befindet sich seit einigen Tagen ein ungewöhnlicher Container. Streng bewacht. Kaum kommt ein Mensch in die Nähe dieser Anlage, stürzt auch schon ein Security-Mann der BLG aus seinem Gehäuse, und versucht, den Besucher zu verscheuchen. Und: “Fotografieren ist hier verboten!”
Was verbirgt sich hinter den Türen, die zur Tarnung mit Symbolen versehen sind, wie man sie üblicherweise auf Toiletteneingängen findet?
Auskunft darüber war nicht zu erhalten, “Verschwinden Sie”, die Antwort.
Fakt ist: Von diesem Container aus geht eine direkte Abwasserleitung in ein Loch, das sich direkt in der daneben liegenden Wiese befindet. Und eine weitere, dünnere Leitung führt direkt durch den Hochsicherheitszaun auf das Zwischenlagergelände.
Nun darf wieder wild spekuliert werden. Ist dieses “Klohäuschen” gar keins? Haben sich CASTOR-Gegner dort für neue “Sabotage”-Aktionen vorbereitet? Einen Betonblock abgestellt, Werkzeuge deponiert?
Oder soll schon mal getestet werden, ob nicht die “direkte Endlagerung”, “versuchsweise” vorgenommen werden kann, indem die Glaskokillen aus den CASTORen verflüssigt und über das Loch direkt, ohne großen bergmännischen Aufwand, in den Salzstock gespült werden können? Der Trick: man wäre das Problem der “sicheren Endlagerung” schon jetzt los, und könnte dann für die – leeren – CASTOR-Behölter noch Jahrelang Miete von den Stromverbrauchern kassieren. Und startet diesen Versuch außerhalb des Zwischenlager, damit bei möglichem Austritt von Radioaktivität die Grenzwerte auf dem Gelände nicht überschritten werden?
Allerdings gibt es auch andere, ernstzunehmende Hinweise darauf, daß es sich hier vielmehr um eine Dekontaminationsanlage handelt. Sind die Behälter wieder von nicht-festhaftenden radioaktiven Partikeln übersäht? Soll oder muß jeder CASTOR-Behälter noch vor Einfahrt ins Zwischenlager abgebraust werden, damit die Alarmsirenen nicht anschlagen? Ist das der wahre Grund dafür, daß der Transport diesmal noch einen Tag früher startet? Damit am Wochenende, wo die Behörden frei haben, niemand was davon merkt?
Der Spekulation sind Tür und Gittertor geöffnet. Warum berichtet die örtliche Presse nicht? Recherchiert sie noch, oder weiß sie mehr, und hat einen Maulkorb verpaßt bekommen?
Sachdienliche Hinweise sollten an die zuständigen Behörden gegeben werden! Für die Einhaltung von Grenzwerten des Straßentransports wäre die Gewerbeaufsicht in Lüneburg zuständig. Die haben aber nicht die passenden Meßgeräte. Und ist das der Hintergrund? Sollen die CASTOR-Behälter daher schon außerhalb des Geländes abgesprüht werden, damit die Radioaktiven Partikel als “natürliche Radioaktivität” durchgehen können, die bekanntermaßen wie “Wurmkot” bei Geesthacht und Hanau ja auch immer mal wieder im Rasen zu finden sein können?

