Von Hans, 10.11.2006, 23:44 Uhr

Was ein Durcheinander! Der Castor-Zug ist auf dem Weg ins Wendland. Aber wann ist er los? Die Nachrichtenagenturen wollten es ganz genau wissen. Um 19.05 sei er abgefahren, hieß es. So jedenfalls hat es die Cogema den Journalisten mitgeteilt. Häme zwischen den Zeilen. Die gewöhnlich gut unterrichteten Atomkraftgegner haben da wohl doch auf einen falschen Fahrplan gesetzt…

Denkste! Der Abfahrtstermin, den die Widerständler bekannt gegeben hatten, stimmt. Punkt 19.47 hat sich der Zug mit der tödlichen Fracht in Valogne auf den Weg Richtung Deutschland und damit nach Gorleben gemacht. Wie das? Ganz einfach: die Cogema hat als “Abfahrtstermin” den Zeitpunkt genannt, als der Zug das Werksgelände verlies. Aber für die große Reise mußten dann doch noch einige Rangierarbeiten im Bahnhof Valogne erledigt werden. Und auch sowas dauert. Bis eben 19.47 Uhr. Genau nach Fahrplan. Die Todesfracht ist auf der Reise.

Von Hans, 10.11.2006, 22:08 Uhr

Rede der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg auf der Kundgebung vor dem Verladebahnhof in Dannenberg zur Abfahrt des CASTOR-Zuges in Frankreich am 10. 11. 2006

Ein Satz, der in den letzten Wochen bei unseren Vorstandstreffen immer wieder fiel.
Heute stehen wir hier, weil der Zug um 19.47 in Valogne losfährt, zum 10. Mal.

Nu geit dat los,, wenn überall an den Transportstrecken Menschen an die Schiene und auf die Straße gehen um gegen diese unberechenbare und totbringende Technologie zu demonstrieren, für uns und die Zukunft, der nächsten 50.00 Generationen

Nu geit dat los, wenn die Allgemeinverfügung der Polizei kommt die uns wie jedes Jahr unsere Rechte auf Versammlungsfreiheit nimmt, an der Strecke und auf der Straße

Nu geit dat los, wenn die Polizeikolonen alljährlich in den Landkreis einfallen, uns Tag und Nacht behindern und beobachten. Wir gehen auch für ihre Kinder und Familien auf die Straße.

Nu geit dat los, wenn sich die Schülerinnen treffen, um ihre Demo vorzubereiten, die in diesem Jahr verboten wurde, mit der Begründung Schulpflicht steht vor
Versammlungsrecht,….Lachhaft… keiner Schule gelingt es die Pflichtunterrichtstunden zu geben, wo bleibt da die Schulpflicht???….und das Recht auf Bildung???…
Respektvoll schauen wir auf die junge Generation, die sich in dieses Brisante Umweltpolitische Thema einmischt.

Nu deit dat los, wenn Haus und Hof geöffnet werden für Freunde und Gäste aus dem In und Ausland.
Für Menschen, die alljährlich kommen um gemeinsam mit uns Phantasievoll und Gewaltfrei gegen diesen unberechenbaren Wahnsinn zu demonstrieren und politische Diskussionen zu führen.

Die Straße gehört uns, das lassen wir uns auch in diesem Jahr nicht nehmen…

Ich wünsche allen für die nächsten Tage Besonnenheit, Willenstärke und Mut und Phantasie

Nu geit dat los!

Von Randbild, 10.11.2006, 15:23 Uhr

Der Castor soll am Abend in Frankreich starten. In der Nacht kam es offenbar zu einer Ausseinandersetzung in Quickborn, bei der mehrere Menschen verletzt und zwei zivile Polizeiwagen beschädigt wurden. Die Polizei prognostiziert nun den Untergang es Abendlandes und sieht “im Vergleich zu den Vorjahren eine deutliche Steigerung der
Aggressivität und Gewaltanwendung”.

“Wir glauben weiter, dass es sich bei diesen gewalttätigen Aktionen
um Taten weniger Einzelner handelt, die keinen Zuspruch in der
breiten Mehrheit des friedlichen Protestes finden werden,” heißt es in einer Polizeimeldung. “Wenige Einzelne”, so, so. Interessanter in diesem Sinne waren da schon die ‘mehr gemeinsamen’ Schüler, die heute in Lüchow demonstrierten.

Bis zu 600 mögen es gewesen sein, die in der Kreisstadt gegen den nahenden Atomzug protestierten. Mehr als in den vergangenen Jahren. Der Protest blieb im Gegensatz zur Vergangenheit aber entspannt. Die Polizei hat scheinbar entgegen den Erwartungen dazu gelernt: Sie war quasi nicht präsent. Allerdings war sie dabei so abwesend, dass nicht einmal die Aufgabe der Verkehrsführung übernommen wurde. Beiseitig fuhren Autos und Sattelschlepper in der Demonstration auf und ab. Nicht die kleinste Bemühung wurde unternommen, den Verkehr so zu Regeln, dass die Schüler nicht gefährdet waren. Nicht nur die Auto- und LKW-Fahrer dürften verwundert gewesen sein. Angesichts der Gefahren von 40-Tonnern in Menschenansammlungen, war das eine schwache Leistung der Polizei.

Verwunderung? Nein, denn wie in den vergangenen Jahren auch kommen die 10.000 Beamte ins Wendland, um 12 tonnenschwere “Thermoskannen” mit radioaktiven Abfällen über die hiesigen Straßen zu lotsen. Das erscheint wichtiger als junge Leute, die ihre Rechte wahrnehmen. Dieses Mal ist nichts passiert…

Foto: http://www.randbild.de/

Und hier gibts eine kleine Foto-Widerstandgeschichte: http://www.i-traxx.net/reportagen/gorleben

Schülerdemo in Lüchow

Von Hans, 08.11.2006, 20:53 Uhr

Für alles benötigt man in diesem durchorganisierten Staat ein Papier. Revolution nur mit Bahnsteigkarte. Plakate kleben nur mit Erlaubnis. Das kennt man schon. Und so ist er oder sie ganz brav, der gemeine Widerständler im Wendland. Pappschilder mit dem allbekannten “X” werden in den Städten aufgehängt. In der Hauptstraße, den Ausfallstraßen, auf denen bereits fast ununterbrochen Polizeifahrzeuge entlangdonnern, demnächst weiter Besatzungstruppen in den Landkreis einfallen werden. Gelbe Plakate  nerven die, die sich über die Interessen der Menschen hinwegsetzen, meinen, allein ihre Uniform bestimmt, was Recht und was Unrecht ist.

So werden sie aufgehalten, die Menschen, die Pappschilder an den Laternenpfählen anbringen. “Sachbeschädigung” sei das. bitte die Personalien her! Was denn da beschädigt werde, wenn die Pappen, wie bei der gerade erst abgeschlossenen Wahl, angebracht werden? Das weiß der Herr mit der Uniform auch nicht so richtig zu erklären. Na ja, wieder eine der endlosen Diskussionen. Ist aber auch mehr als eine Provokation, direkt vor der Polizeikaserne mit Schlafplätzen für Tausende Beamte Protestplakate anzubringen! Tja, aber die Widerständler haben Genehmigungen eingeholt, von der Stadt.

Aber das scheint die Polizei nicht wirklich zu interessieren. Sie selbst, als “Hüter dieser Ordnung” führen tags- und nachstüber Sachbeschädigungen aus. Jedenfalls ist ein Teil der  Papptafeln, mit Mühe und Leiter außer  Reichweite normalgroßer Menschen angebracht, schon Stunden später wieder verschwunden. “Da wo ich stehe, hören Ihre Rechte auf”, erklärte kürzlich eine Polizistin dem mündigen Staatsbürger. Das, was sie stört, die Damen und Herren in grün- oder tiefdunkelblauer Einheitskleidung, kann nicht mit rechten Dingen angebracht sein. Muß weg. Gegebenenfalls mit roher Gewalt.

Von Hans, 08.11.2006, 20:37 Uhr

So langsam wird es hektisch, bei den Menschen aus dem BI-Büro, die mit der Organisation der Aktionen in den nächsten Tagen beschäftigt sind. Permanent klingelt das Telefon in dem kleinen Ladenraum, an der “Hauptstraße” der Kleinstadt Lüchow. Die Liste, die auf dem Schreibtisch liegt, wird immer länger. Aber viele der Stichpunkte sind auch schon durchgestrichen, erledigt. Und es gibt viel zu tun, zu besorgen in diesen Tagen. Da gibt es schon mal eine genervte Antwort für denjenigen, der gern ein paar Plakate vorbeigebracht haben will. “Hol sie Dir doch selber ab, so weit hast Du’s doch nicht!”.

Was steht noch an, neben der Ausstattung der “Esso-Wiese” in Dannenberg, wo für die CASTOR-Tage ein kleines Dorf aus Bauwagen, Zelten, mit Holzöfen zum Kochen für die Volxküche entsteht. Infrastruktur der Widerständler. Was den Charme vom Hüttendorf auf der vor 25 Jahren besetzen Bohrstelle 1004 verbreitet, ist allerdings mit “High-Tec” des neuen Jahrtausends ausgestattet. ISDN-Telefone, DSL für die Rechner, ein vollständiger Ü-Wagen für Hörfunk und Internet-Radio wird das Geschehen auch weltweit verbreiten. Es sind die Kleinigkeiten, die bedacht werden müssen, die auf der Liste noch abzuarbeiten sind. Marianne Fritzen wird auf der Kundgebung am Freitagabend, wenn der CASTOR-Zug in Valogne startet, am Verladekran in Dannenberg sprechen. Also: “Eine Leiter für Marianne”, die darf nicht vergessen werden. Und die restlichen Großplakattafeln mit der “Allgemeinverfügung gegen Atomwirtschaft und Polizeiwillkür” müssen noch aufgestellt und beklebt werden. Die Feuerlöscher für die Esso-Wiese müssen abgeholt, Ladegeräte besorgt, Taschenlampen geprüft werden. Aspirin für gegen alles, und vor allem der “Gute-Geister-Tee” von Uli muß in ausreichenden Mengen vorhanden sein. Es geht hektisch zu, aber ruhig. Der Streß kommt später, während des Transports. Aber auch die Erwartung, mit den Protesten vielleicht doch ein wenig zu erreichen, zumindest Sand im Getriebe des Polizei- und Atomstaats zu sein. Noch kann nachts in Ruhe geschlafen werden. Die Widerständler verabschieden sich: “Good night – good fight!”.

November im Wendland 2006.

Von Hans, 08.11.2006, 19:02 Uhr

Daß die SchülerInnen im Wendland sauer sind, wenn ihre Demo verboten wird, ist ziemlich klar. Daß sie reagieren würden, war zu erwarten. Und daß es nicht allen Freude bereiten würde, wie sie sich ihrem Ärger Luft machen, ist auch nicht weiter verwunderlich.
Jedenfalls war nicht zu übersehen, daß an der Clenzer Gesamtschule nächtliche Aktivitäten stattgefunden haben. Die Schule war rundherum bemalt, und auch der niegelnagelneue Schulbus hat sich gegen die Protestsprüche der Schüler nicht wehren können. “Es reicht!” war an der Eingangstür zur Drawehn-Schule in Clenze überdeutlich zu lesen; die großen Glasscheiben waren mit Xen bemalt. Auf dem Pflaster dann noch groß der Aufruf zur Schülerdemo am Freitag um 9:30 in Lüchow.

Das Chaos setzte sich im Laufe des schultäglichen Vormittags weiter fort. Zeitweise fiel der Unterricht aus, heiße Diskussionen entspannen sich ob des Vandalismus mit der Farbe. “Hirnrissige Aktion” oder “Einfach Geil”? Debatten wurden geführt, ohne wirkliches Ergebnis, die Polizei fotografierte und dokumentierte.

Und wie groß war der Schaden tatsächlich? Bereits heute war die Farbe wieder abgewaschen. Und auch der weiße Schülerbus glänzte wieder wie neu. Denn so sind sie, die wendländischen Schüler: “Ihr” Bus wurde mit wasserlöslicher Farbe verziert, und der Lack trug keinen Schaden davon…

Mittlerweile ist klar, daß eine Demo in Lüchow am Freitag um 9:30 auf jeden Fall stattfinden wird. Sie wurde von der Elterninitiative “Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geborgt” angemeldet. Diese Demo richtet sich gegen das Verbot der für diese Uhrzeit verbotenen SchülerInnen-Demo. “Wir rufen dazu auf, sich zahlreich am Protest zu beteiligen, und damit die SchülerInnen in ihrem Anliegen um Versammlungsfreiheit zu unterstützen”, so die Eltern. Also, nicht nur Schüler sollen am Freitagmorgen durch die Stadt ziehen. Als Abschluß findet um 13 Uhr ein Konzert auf dem Lüchower Marktplatz statt.

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Von Hans, 07.11.2006, 23:33 Uhr

Fackeln im Dunkeln, zu einem großen X zusammengestellt weisen den Weg zur Gedenkveranstaltung für Sebastièn Briat, der vor zwei Jahren in Frankreich zu Tode gekommen war, als er bei einer Protestaktion in Frankreich vom CASTOR-Zug erfaßt wurde. Viele Menschen aus dem Wendland, Kinder, Alte haben sich am CASTOR-Gleis in der Nähe von Hitzacker zusammengefunden, um Trauer und Wut, aber ungebrochenen Widerstandswillen gegen die Transporte deutlich zu machen.

Es mögen so etwa 200 Menschen sein, die sich noch einmal mit dem traurigen Tod des 21jährigen Aktivisten auseinandersetzten. Sebastièn Briat hatte sich mit anderen zusammen auf eine Protestaktion am CASTOR-Gleis vorbereitet. Der Zug, der üblicherweise von einem Hubschrauber und Motorradstaffeln begleitet wird, war damals unbewacht und mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs – galt es doch, den Zeitverzug durch eine vorherige Blockade wieder aufzuholen. Sebastièn wurde vom Sog erfaßt und geriet unter den Zug, von dem er tödlich verletzt wurde.

Im Interesse Sebastièns, für seine Ziele, der tödlichen Nutzung der Atomenergie Einhalt zu bieten, muß der Widerstand weitergehen, ungebrochen, das war die eindeutige Meinung der versammelten Trauernden. Auch beim kommenden CASTOR-Transport werden sich Menschen querstellen, Widersetzen, versuchen, den Transport so weit wie möglich demonstrativ und gewaltfrei zu behindern. Und um das deutlich zu machen, zog ein großer Teil von der Kundgebung zum Ort Seerau, wo sie sich nach Durchfahrt des letzten Zuges auf die Gleise setzten, Kerzen und Fackeln in den Schotter stellten. Die Polizei hielt sich erfreulicherweise nach einem kurzen Gerangel zurück. Die Gedenkaktion direkt auf der Schiene konnte in aller Ruhe beendet werden.

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Von Hans, 06.11.2006, 19:24 Uhr

„Ya Basta – es reicht!“ – unter diesem Motto wollten Schüler der Lüchower Schulen am kommenden Freitag um 9.30 Uhr eine Demonstration gegen den CASTOR-Transport durchführen. Diese Demo wurde zum gewünschten Zeitraum verboten. Die Schüler hätten zum Unterricht zu erscheinen, und könnten ja später auf die Straße gehen, wurde ihnen mitgeteilt. Nun haben sich Eltern zusammengefunden, um gegen das Demo-Verbot der Schülerdemo zu demonstrieren. Am selben Ort zur selben Zeit.

Wir dokumentieren hier die Presseerklärumg der Eltern-Ini “Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geborgt”:

SchülerInnendemo mit Schikanen behindert

Am Freitag, den 10. Nov. soll um 9.30 Uhr in Lüchow die SchülerInnen-Demo gegen den Castortransport stattfinden. Von der Anmeldebehörde wird der Beginn der Demo nicht akzeptiert. Es sei am Freitag um diese Zeit noch Schule und somit bestehe Schulpflicht. In das gleiche Horn bläst die Schulbehörde: es gibt Rundschreiben an die Schulen mit dem Tenor, Schulpflicht stünde über Versammlungsrecht und Beurlaubungen und Abwesenheiten seien nicht hinzunehmen.

Jetzt sind wir Eltern gefordert.

Wir schauen mit Respekt und Achtung auf unsere Kinder und die jungen Leute, die Verantwortung zeigen und sich in ein umweltpolitisches und gesellschaftlich brisantes Thema einmischen. Mit Fantasie, Mut und Zivilcourage wollen sie eine Demonstration auf die Beine stellen.

Von den Schulen erwarten wir in diesem Zusammenhang Bestärkung der SchülerInnen und Unterstützung in ihren Kompetenzen. Wir erwarten nicht, dass die SchülerInnen klein gemacht werden, eingeschüchtert und mit Sanktionen bedroht. Geschweige denn mit willkürlichen Repressalien schlechte Noten riskieren müssen. Das sind nicht die Erziehungsziele, die wir selbst anstreben und die wir von den Schulen erwarten.

LehrerInnen und Schulleitung wollen und sollen Vorbilder sein. Bitte sehr! Hier gibt es Gelegenheit, Mut und Zivilcourage zu zeigen und parteilich für seine SchülerInnen einzustehen.

Wir unterstützen unsere Kinder bei der Teilnahme an der Demo und tragen etwaige Repressalien mit bzw. wollen uns dagegen gemeinsam zur Wehr setzen. Wir fordern alle Eltern auf, die ihre Kinder hierin unterstützen wollen, dieses Protestschreiben zu unterschreiben und an die Schulleitungen zu geben.

Wer kann, soll ab 8.15 h vor den Schulen bzw. um 9.30 h in Lüchow sein, um die jungen Leute ganz praktisch beim Aufbruch zur Demo zu unterstützen.

Von Hans, 05.11.2006, 14:39 Uhr

Auch für dieses Jahr ist die fast traditionelle “Rallye Monte Göhrde” in der Nähe des ehemaligen kaiserlichen Jagd-Schlosses angekündigt (Der Bahnhof Göhrde, mitten im Wald an der CASTOR-Transportstrecke, wurde extra für die kaiserliche Jagdlust erbaut. Daß nun auch in einer Demokratie obrigkeitsstaatliche Truppen Jagd auf Demonstranten machen, hätte der Kaiser sich damals wohl auch nicht träumen lassen…). Losgehen soll es, wenn die Castoren Maschen oder Celle erreicht haben. Motto: “Rock around the cops”. Teilnehmen kann jedermensch, ob mit Trecker oder PKW, per Motorrad oder Fahrrad, zu Pferd oder auch zu Fuß. Für Bestleistungen sind auch in diesem Jahr Punkte zu sammeln. Wer sich schon mal einen Eindruck verschaffen will, was punktet, mag sich ein Video vom Vorjahr anschauen, das auf www.kanalb.de in geringer Auflösung herunterzuladen ist: http://kanalb.de/video.php?clipId=1179&Viam=Clip

Viel Spaß im Kaiserwald!

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Von Chris, 03.11.2006, 23:53 Uhr

Niemand wird heute mehr bestreiten, dass es auf AKW oder Zwischenlager einen Flugzeugabsturz geben könnte. Die GRS hat dazu 2002 eine Stellungnahme abgegeben.
Man geht davon aus, dass der Pilot im Winkel von 20 Grad zur Horizontalen anfliegt und eine Geschwindigkeit unter 700 km/h einhält. Dann kann angeblich nicht viel passieren. Auch das brennende Kerosin sorgt lediglich für Temperaturen, die den Behälterdichtungen nicht gefährlich werden.
Was aber, wenn der Pilot die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht einhält? Das zweite Flugzeug beim Angriff auf das WTC flog mit über 900 km/h. Die Eindringtiefe des „Pentagon-Flugzeugs“ in das Gebäude betrug nach Fernsehberichten 100 Meter. Halten dann die Behälter auch noch dicht? Was passiert, wenn die Deckelschrauben reißen? Die Masse des in den CASTOR-Behältern verbauten Kunststoffs überschreitet die des Kerosins bei weitem. Die bei dessen Verbrennung zu erwartende höhere Temperatur wurde in der Stellungnahme nicht erwähnt.