1. Urlaubstag……..Suche nach der passenden UnterkunftEndlich ist es soweit, die erholsame Zeit des Jahres ist angebrochen. Es muß nur noch ein geeignetes Feriendomizil gefunden werden. Das Glück war auf meiner Seite und ich habe via Internet ein Ferienhaus zum absoluten Schnäppchenpreis gefunden. Es liegt im Wendland und macht einen recht netten Eindruck, daß es zudem noch frei ist, hat mich sehr überrascht. Also mal schnell die sieben Sachen zusammenkramen und ab ins Auto damit.
2. Urlaubstag……..Anreise
Die Anreise ins Wendland gestaltet sich recht unproblematisch, auch daß es die letzten 100 km keine Autobahn mehr gibt, wird als nicht weiter tragisch empfunden, so sieht man doch wenigstens etwas von der Landschaft. Diese ist sehr ländlich und besteht aus zahlreichen kleinen Dörfern, in denen es tatsächlich noch Tante Emma Läden gibt. Es errinnert mich sehr an meine Kindheit und zaubert mir prompt ein Lächeln ins Gesicht. Auch das Ferienhaus ist idyllisch gelegen und die Welt scheint in Ordnung zu sein.
3. Urlaubstag……..Einkaufsbummel entpuppt sich als Fehler
Um die nötigen Vorräte für die nächsten Tage zu besorgen, beschließe ich, in die nächst größere Ortschaft zu fahren. Hier scheint irgendwas im Argen zu sein. Es ist ein massives Polizeiaufgebot vor Ort, was mich aber nicht weiter stören sollte. Ob die Einen suchen???
Auf dem Rückweg begannen jedoch merkwürdige Vorfälle. Eine Treckeraustellung mitten auf der Straße, wo zudem noch kostenlos für Essen und Trinken gesorgt wurde. Da ich die nötige Zeit im Gepäck hatte, beschloss ich mir diesen Gratissnack nicht entgehen zu lassen. Plötzlich wie aus dem nichts, scheint sich das Polizeiaufgebot hierher zur Teckerausstellung verlagert zu haben und ich beschließe meinen Heimweg fortzusetzen. Leider war die Polizei der Meinung, daß ich noch ein wenig warten solle. Kurze Zeit später ertönte jedoch eine Durchsage durch einen Lautsprecher das die Kreuzung bitte geräumt werden solle. Die Polizisten vor mir waren jedoch immer noch der Meinung, daß ich noch ein wenig auf der Kreuzung warten solle.
Irgendwie schon eine merkwürdige Gegend dachte ich mir, oder versteh ich hier einfach die Ansage irgendwie falsch??? Nein, die gleiche Ansage erfolgte noch 2 mal, ich hatte also alles richtig verstanden, nur daß die Beamten mich immer noch nicht gehen lassen wollten. Weitere 3 Stunden später hatten sie dann jedoch endlich ein Einsehen und ließen mich mit 2 Anzeigen nach einer polizeilichenerkennung endlich durch einen Wassergraben zurück zu meinem Auto waten. Damit mir nichts geschehen konnte natürlich mit einer Polizeieskorte.
4. Urlaubstag……Beschluß mich gegen diese Behandlung zu wehren
Nach einer schlaflosen Nacht, folgte der Beschluß mich gegen diese Behandlung zu wehren. Also ging es erneut in Richtung dieser merkwürdigen größeren Ortschaft. Hierbei fiel mir auf, daß die Suche scheinbar immer noch kein Ende hatte. Die Polizeiwache wurde von meiner Seite schnell gefunden. Da sie jedoch von zusätzlichen Polizisten außerhalb des Gebäudes bewacht wurde, stellte sich nun jedoch endgültig die Frage, wo ich eigentlich gelandet war.
Auch in der Wache benahmen sich die Beamten recht merkwürdig und reagierten sehr genervt, als ich erwähnte, daß ich Anzeige erstatten wolle. Ich bekam prompt erklärt, daß sie seit Dienstbeginn nichts anderes machen würden als Anzeigen aufnehmen und diese alle gegen ihre Kollegen gerichtet seien.
Mit etwas Mühe konnte ich den nun noch etwas mehr genervten Beamten dann aber doch noch davon überzeugen, daß Anzeigen aufnehmen zu seinem Beruf gehöre. Als er dann jedoch fragte gegen wen denn die Anzeige gerichtet sei, dachte ich eigentlich er würde mich verstehen als ich sagte gegen die Polizei. Dies war jedoch nicht so, und er erteilte mir nun endgültig genervt Hausverbot.
Da es sich bei mir ja nun um einen sauerländer Sturkopf handelt, der sich nicht so schnell entmutigen lässt, wurde also nach einer weiteren Dienststelle gesucht.
Als diese gefunden war, bekam ich auch hier zu hören das sie schon den ganzen Tag mit Anzeigen beschäftigt waren und eigentlich keine Lust mehr hätten. Da sie sich beide schon kurz vor der Pension befanden, verstanden sie jedoch sehr schnell, daß Diese aufzunehmen ihr Beruf war. Mit der modernen Technik jedoch nicht so richtig vertraut, wurd aus einer einfachen Anzeige ein tagesfüllendes Unterfangen. Zu meinem Glück durfte ich während sie es ins Reine schrieben mal schnell einen Kaffee trinken gehen. Was jedoch nicht wirklich etwas gebracht hat, da sie bei meiner Rückkehr immer noch mit genau dieser Anzeige beschäftigt waren. Freundlicherweise durfte ich dann nochmal gehen, was von meiner Seite nun zum Essen genutzt wurde. Auch bei der zweiten Rückkehr war die Anzeige immer noch nicht ganz fertig.
5. Urlaubstag…….Spazierfahrt
Heute wollte ich den Ärger nun endgültig vergessen und mit der Erholung bei einer Spazierfahrt beginnen. Nach ca. 20 km begannen die merkwürdigen Ereignisse jedoch erneut.
Ich stieß hier auf einen Konvoi von Einsatzfahrzeugen, dessen Anfang selbst hier im Flachland nicht zu erblicken war. Schon wenige Kilometer weiter stellte ich entsetzt fest,daß in dieser Region scheinbar jeder Einwohner Polizist sein muß. Wie sonst kann es möglich sein, nicht nur einen nicht zu übersehenden Konvoi vor mir zu haben und zusätzlich noch ein Spalier von Beamten rechts und links zu haben???
In der Erinnerung an den 3. Urlaubstag, habe ich in der nächsten Ortschaft unter Einsatz allem Mutes und getrieben von Lungenschmacht lebensmutig den Zigarrettenautomaten besucht, bevor es zurück zur Ferienwohnung ging.
6. Urlaubstag…….Panikartige Abreise
Nunmehr unter Verfolgungswahn leidend und komplett urlaubsreif, panikartig die Koffer gepackt und hecktisch, vorzeitig die Heimreise ins Sauerland angetreten. Hier angekommen kann ich es immer noch nicht fassen das hier keine Polizisten in den Waldwegen stehen. Selbst in den größeren Ortschaften suche ich bislang noch vergeblich nach dem mittlerweile gewohnten Bild mit Wasserwerfen, gepanzerten Räumfahrzeugen und Polizeikonvois.
Gehört das Wendland vielleicht zum Irak???
Von diesen Erlebnissen geschädigt, den Entschluß gefasst, dem Polizeistaat die Rote Karte zu zeigen!!!!!!!!
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