Von Hans, 14.10.2006, 23:05 Uhr

Manche Dinge kann man sich einfach nicht vorstellen. Wie kann ein undichter Salzstock, wie der in Gorleben, zum Endlager-Standort ausgeguckt werden, einen sicheren Abschluß des hochradioaktiven Atommülls für 50.000 Menschen-Generationen gewährleisten, obwohl das Grundwasser Tag für Tag am Salze nagt?

Geologen finden da keine Antwort.

Politiker wollen den Müll schnellstmöglich verbuddeln – Hauptsache, aus den Augen, aus dem Sinn – für den Zeitraum ihrer Legislaturperioden.

So hat denn einzig eine “politische” Trotzentscheidung dazu geführt, daß bislang 1.5 Milliarden im Salz verbuddelt worden sind.

Schuld ist möglicherweis neben politischer Dummheit auch die “Zone”, die “DDR” (damals in Springer-Blättern noch mit Gänsefüßchen geschrieben).

Der damalige CDU-Ministerpräsident Albrecht hat den Standort Gorleben festgeklopft. Geärgert hat er sich dem Vernehmen nach, daß die DDR dicht an der Grenze zu Niedersachsen die Atommüllkippe Morsleben eingerichtet hat. Und vielleicht auch noch in Erinnerung hatte, daß die DDR-Grenzer bei Gorleben die Elbmitte als ihr Territorium beanspruchten, und das westdeutsche Vermessungsschiff “Kugelbake” nicht in den “Osten”, der da eigentlich Norden ist, herumfahren lassen wollten. Sogar schussbereite Maschinengewehre waren im Anschlag, die Briten auf westlicher Seite mit Panzern hinterm Deich, und die “Russen” mit MIGs in der Luft. Und der BGS, damals noch als “Grenzschutz” aktiv, mit Hubschraubern im Einsatz. (Details dazu in der “Elbe-Jeetzel-Zeitung” v. 14. 10. 06).

Jedenfalls soll Albrecht bei der Entscheidung für Gorleben nach Berichten des der damaligen Vizepräsidenten des niedersächsischen Landesamtes für Bodenforschung (NLfB), Prof. Gerd Lüttig, mit den Worten “Jetzt werden wir´s denen mal zeigen” und „Da wird sich die Ostzone schön ärgern” die Entscheidung für Gorleben getroffen haben, obwohl für Gutachter, die verschiedene Salzstöcke im norddeutschen Raum untersucht hatten, Gorleben lediglich “dritte Wahl” gewesen sei.

Gorleben und “Schlachten” – Der Einsatz des BGS hat in der Nähe dieses Ortes also schon sehr viel länger Tradition …

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