Von Hans, 13.10.2006, 17:11 Uhr

Überstunden über Überstunden. Da macht das Polizist-sein wirklich keinen Spaß mehr.  Die Damen und Herren werden dauernd und übarall eingesetzt, in anderen Regionen, kommen nicht mehr zu ihrer eigentlichen Arbeit, schaffen den Streifendienst nicht mehr. Kein Schutzmann mehr da, wenn ein Kind nicht nach Hause findet. Alle weg, zum Bush-Besuch abkommandiert, im Einsatz bei Nazi-Demos, der Fußball-WM, und bald auch wieder zum CASTOR ins Wendland verfrachtet. In Polizei-Containern untergebracht, zu viert im blechernen “Zimmer”.

Da sollte der gemeine Wendländer schon Mitleid bekommen. So mit Heinz-Dieter Brunjes, Vorsitzender der Bezirksgruppe Nord der Gewerkschaft der Polizei, und bei der Bundespolizei seit Wochen damit beschäftigt, die CASTOR-Schienenstrecke abzusichern. Im “Hamburger Abendblatt” vom 13. Oktober 2006 beschwert er sich:  “Man könnte es abtun und sagen, das ist nun mal unser Job. Aber wann sollen die jungen Kollegen eigentlich noch einen Partner kennenlernen? Eine Familie gründen?”

Tja, Heinz-Dieter, da gibt es zwei Möglichkeiten. Einfach zu Hause bleiben, mal gemeinsam mit den Kollegen deutlich machen, daß Schluß sein muß mit den CASTOR-Transporten. Auch die Menschen im Wendland schieben “Überstunden über Stunden”, wenn der CASTOR kommt. Das bereitet den Widerständlern auch kein Vergnügen.

Oder die andere Möglichkeit: Verzichtet einfach auf die Präservative, die im vorigen Jahr (und auch diesmal???) an Euch verteilt worden sind. KollegInnen habt Ihr ja mittlerweile auch (ausreichend?) im Einsatz. Vielleicht klappt’s ja dann mit der (Bett-)Nachbarin. Und schon kann die Familie gegründet werden…

siehe auch:

http://www.abendblatt.de/daten/2006/10/13/624080.html

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